Adel verpflichtet:

Sanierung Herrenhaus Friedrichsruh

Wenn es um Verdienste für den Staat ging, zeigten sich Monarchen in früheren Zeiten recht spendabel. So erhielt Kanzler Fürst Otto von Bismarck für seine Leistungen um die Einigung des Reiches 1871 den Sachsenwald, mit 7.500 Hektar das größte Waldgebiet Schleswig Holsteins, von Kaiser Wilhelm I. als Schenkung.
Bismarck ließ daraufhin eine nahe dem Ortsteil Friedrichsruh bestehende Gaststätte zum Herrenhaus ausbauen.

Wenige Tage vor Kriegsende wurde dieser Familiensitz bei einem Bombenangriff zerstört, 1949 in vereinfachter Form auf den alten Grundmauern wieder aufgebaut und 1982 um einen Gartensalon zur Parkseite ergänzt.

Starke Rissbildungen und Durchfeuchtungsschäden machten ab 2001 umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Fassade dieses Anbaus notwendig. Die aufsteigende Feuchtigkeit in den Außenwänden wurde von uns mittels einer Horizontalsperre aus Edelstahlplatten erfolgreich beseitigt. Durch den Einbau verzinkter Dehnungsfugenprofile mit elastischem Mittelteil und die flächige Einarbeitung von Netzgeweben konnte die Rissbildung in Anschlussstellen und Fassade gestoppt werden. Besonders kritische Bereiche wurden von uns mit einem speziellen Sanierputzsystem, die restlichen mit einem Edeldekorputz und einer Fassadengrundierung ausgeführt.

Einer Nutzung durch kommende Generationen der Familie von Bismarck steht nichts mehr im Wege.